| Sumario: | Gemeinsam mit einer beeindruckenden Fülle an zweisprachig vorgelegten Textzeugnissen machen sie die Monographie nicht zuletzt zu einem unentbehrlichen Quellenbuch für die bis heute unabgeschlossene Diskussion zum antiken Umgang mit Ruinen während der griechisch-römischen Antike. Auf dieser Grundlage lautet D(avoine)s Fragestellung, wie die römische Gesellschaft angesichts des hohen Stellenwerts, den sie monumentaler Architektur zweifellos beimaß, verfallende und verlassene Gebäude wahrnahm und mit ihnen umging (7), konkret, wie Bewohner und Behörden die alltäglichen Ruinen insbesondere in der westlichen Hälfte des römischen Reichs zwischen 1. Auf räumlicher Ebene positioniert er das den beschriebenen Praktiken zugrundeliegende Ruinenverständnis als diametrale Verkehrung zentraler normativer Vorstellungen vom formalen Aufbau und inneren funktionalen Zusammenhang antiker Gebäude und Städte, was erklärt, wieso von Ruinen in Mitleidenschaft gezogene Stadtorganismen gerne in die Nähe von entblößten Körpern und Kadavern gerückt wurden (Kap.
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