Theorie der Klassik : Eine kulturelle Praxis von Goethe bis Grandmaster Flash

Das Buch stellt den Anspruch, Phänomene, die man als'Klassiker'bezeichnet, besser zu verstehen und zugleich tradierte Vorstellungen darüber, was als klassisch gilt oder zu gelten hat, zu korrigieren. Dazu wird'Klassik'nicht, wie in den historischen und ideologiekritischen Debatten üblich, als Epoche...

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Detalles Bibliográficos
Autor principal: Paula Wojcik
Formato: Libro
Publicado: De Gruyter 2022
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Descripción
Sumario:Das Buch stellt den Anspruch, Phänomene, die man als'Klassiker'bezeichnet, besser zu verstehen und zugleich tradierte Vorstellungen darüber, was als klassisch gilt oder zu gelten hat, zu korrigieren. Dazu wird'Klassik'nicht, wie in den historischen und ideologiekritischen Debatten üblich, als Epochenbegriff verstanden, sondern als eine kulturelle Praxis, die in medialen und lebensweltlichen Adaptionen realisiert wird. Gefragt wird, kurz gesagt, wie und warum einige Autor•innen oder Werke über längere historische Perioden hinweg präsent bleiben und ein Kulturgut – in dem Fall exemplarisch die Ballade – so ausdrücklich prägen, dass sie als'Klassiker'wahrgenommen werden. Die Antwort geht von der These aus, dass dies – im Unterschied zu immer noch verbreiteten essentialistischen Erklärungsansätzen – nicht von der Qualität des Autors oder der Autorin bzw. ihrer Werke abhängt, sondern von soziokulturellen Bedarfskonstellationen.Im Ergebnis der Arbeit steht ein Zugriff, der'Klassik'nicht wiederholt als ein umstrittenes Konzept problematisiert, sondern als kulturwissenschaftliches Phänomen komplementär zum Kanon heuristisch profiliert und darüber hinaus ein Begriffsangebot zu dessen Analyse macht.